Private Equity steht 2026 vor einer neuen Normalität: Die Kaufpreise sind nicht eingebrochen, aber sie steigen auch nicht mehr automatisch. Nach dem Rekordjahr 2025 mit weltweit 904 Milliarden US-Dollar an Buyout-Volumen bewerten Käufer heute selektiver, verhandeln härter und bauen mehr Absicherungen in ihre Verträge ein. Die Zeit der billigen Kredite, in der hohe Multiples sich fast von selbst refinanzierten, kommt nicht zurück.
Für dich als Unternehmer, CFO oder Gesellschafter ist das eine gute und eine schlechte Nachricht zugleich. Private Equity bleibt einer der wichtigsten Käufer für mittelständische Firmen. Gute Unternehmen erzielen weiterhin starke Preise, durchschnittliche dagegen müssen mit spürbaren Abschlägen und komplexeren Deal-Strukturen rechnen.
In diesem Beitrag erfährst du, wo die Bewertungen aktuell liegen, welche Faktoren sie treiben und wie du dein Unternehmen auf Gespräche mit Finanzinvestoren vorbereitest.
Private Equity 2026: Der Markt nach dem Rekordjahr
Laut dem Global Private Equity Report 2026 von Bain stieg das weltweite Buyout-Volumen 2025 um 44 Prozent auf 904 Milliarden US-Dollar. Die Exits legten sogar um 47 Prozent auf 717 Milliarden US-Dollar zu. In der DACH-Region hat sich das Buyout-Volumen mit 61 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt, getragen von Großdeals wie dem Tennet-Geschäft.
Auch in Deutschland zeigt sich die Erholung. Nach der Beteiligungsmarktstatistik des Bundesverbands Beteiligungskapital (BVK) flossen 2025 insgesamt 15,69 Milliarden Euro an Beteiligungskapital in deutsche Unternehmen. Auf Buyouts entfielen davon 10,66 Milliarden Euro, nach 9,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Es war das höchste Investitionsniveau seit 2021.
Weniger Deals, dafür größere
Das erste Halbjahr 2026 bestätigt einen Trend, der sich schon länger abzeichnet. Laut einer Auswertung des Datenanbieters Preqin, über die das Private Banking Magazin berichtet, summierten sich die weltweiten Private-Equity-Transaktionen auf rund 475 Milliarden US-Dollar bei etwa 3.700 Deals. Die Zahl der Abschlüsse ist deutlich gesunken, das Kapital konzentriert sich auf weniger, dafür größere Transaktionen.
Für den Mittelstand bedeutet das: Der Wettbewerb um wirklich gute Zielunternehmen bleibt intensiv, denn Häuser im Private Equity haben weiter viel Kapital zu investieren. Wer dagegen ein Unternehmen mit durchschnittlichem Profil verkaufen will, trifft auf Käufer, die sich Zeit lassen und genau hinschauen.

Wie entstehen Bewertungen im Private Equity?
Kurz erklärt: Im Private Equity ergibt sich der Unternehmenswert meist aus dem operativen Ergebnis (EBITDA) multipliziert mit einem Faktor, dem Multiple. Dieser hängt von Branche, Größe, Wachstum und Finanzierungskosten ab. Vom so ermittelten Enterprise Value zieht der Käufer die Nettoverschuldung ab und erhält den Kaufpreis für das Eigenkapital.
Finanzinvestoren rechnen dabei rückwärts. Sie fragen nicht nur, was ein Unternehmen heute wert ist, sondern welchen Preis sie in fünf bis sieben Jahren beim Verkauf erzielen können. Aus der Differenz, abzüglich Finanzierungskosten, ergibt sich die angestrebte Rendite. Liegt die erwartete Rendite unter der Zielmarke des Fonds, sinkt der gebotene Preis.
Die drei Werthebel eines Buyouts
- Operatives Wachstum: Umsatz- und Margensteigerung erhöhen das EBITDA und damit den späteren Verkaufspreis.
- Multiple-Expansion: Der Käufer hofft, beim Exit einen höheren Faktor zu erzielen als beim Einstieg.
- Leverage: Fremdkapital hebelt die Eigenkapitalrendite, solange die Zinsen unter der Gesamtkapitalrendite liegen.
In den 2010er-Jahren trugen vor allem die beiden letzten Hebel die Renditen im Private Equity. Niedrige Zinsen machten hohe Schuldenquoten bezahlbar, und steigende Marktbewertungen sorgten fast automatisch für höhere Exit-Multiples. Genau diese Hebel sind heute deutlich schwächer geworden.
Das verändert die Logik ganzer Fonds. Private Equity war lange auch ein Geschäft mit günstigem Geld. Heute ist es wieder stärker ein Geschäft mit operativer Arbeit im Unternehmen, mit allen Folgen für die Kaufpreise.
Warum sich die Bewertungen auf neuem Niveau einpendeln
Die Multiples im Private Equity sind nicht abgestürzt, sondern haben sich nach dem Höhenflug von 2021 auf einem Plateau stabilisiert. Laut Valuation Research Corporation lagen die Buyout-Multiples im zweiten Quartal 2026 auf Basis von PitchBook-Daten bei rund 11,9-fachem EBITDA. Der S&P 500 notierte zum gleichen Zeitpunkt beim 18,7-fachen, börsennotierte Unternehmen werden also weiter deutlich höher bewertet.
Diese Lücke zwischen Börse und Private Equity ist nicht neu. Sie spiegelt die geringere Liquidität nicht börsennotierter Beteiligungen, die oft kleinere Unternehmensgröße und die höheren Renditeerwartungen der Fondsinvestoren. Für Verkäufer heißt das: Börsenmultiples sind kein realistischer Maßstab für den eigenen Kaufpreis.
Finanzierung ist teurer geworden
Der wichtigste Grund für die Zurückhaltung liegt bei den Zinsen. Die Europäische Zentralbank hat nach mehreren Senkungen im Juni 2026 erstmals wieder angehoben und im September nachgelegt. Seit dem 16. September 2026 liegen die Leitzinsen der EZB bei 2,50 Prozent für die Einlagefazilität und 2,65 Prozent für das Hauptrefinanzierungsgeschäft.
Für Buyouts zählt allerdings nicht der Leitzins allein, sondern der Gesamtzins für Akquisitionskredite. Valuation Research beziffert die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten für Ende Juni 2026 auf rund 9 Prozent. Bei solchen Konditionen trägt Leverage im Private Equity kaum noch zur Rendite bei. Investoren müssen deshalb weniger Fremdkapital einsetzen oder niedrigere Kaufpreise zahlen.
Der Druck kommt aus dem eigenen Portfolio
Hinzu kommt ein Stau bei den Verkäufen. Laut Bain halten Finanzinvestoren weltweit rund 32.000 nicht verkaufte Beteiligungen mit einem Wert von etwa 3,8 Billionen US-Dollar. Die durchschnittliche Haltedauer liegt inzwischen bei rund sieben Jahren, in den 2010er-Jahren waren es fünf bis sechs.
Viele dieser Unternehmen wurden zu Höchstpreisen gekauft. Ein Verkauf unter dem eigenen Einstiegspreis würde Verluste offenlegen, deshalb halten viele Fonds lieber länger. Das bremst die Rückflüsse an die Investoren im Private Equity und erschwert neues Fundraising. Bain meldet für Buyout-Fonds 2025 eingeworbene 395 Milliarden US-Dollar, 16 Prozent weniger als im Vorjahr.
Private Equity im Mittelstand: Was Unternehmen wert sind
Für mittelständische Unternehmen liegen die Multiples deutlich unter den Werten großer Buyouts. Die Deutsche Unternehmerbörse (DUB) veröffentlicht vierteljährlich Bandbreiten, die auf Einschätzungen von über 25 M&A-Beratern und Finanzinstituten basieren. Die Spannen sind breit und spiegeln, wie stark Größe und Geschäftsmodell den Preis beeinflussen.
- Software und digitale Plattformen: 5,6- bis 10,6-faches EBITDA
- Medizintechnik und Life Sciences: 5,9- bis 10,0-faches EBITDA
- Konsumgüter (Non-Food): 2,5- bis 6,3-faches EBITDA
- Fahrzeugbau und Automotive: 2,7- bis 6,1-faches EBITDA
Die Werte stammen aus der Übersicht für das dritte Quartal 2026. Kleinere Firmen landen eher am unteren Ende der Spanne, größere mit wiederkehrenden Umsätzen am oberen.
Preisvorstellungen bleiben die größte Hürde
Die Private Equity Studie 2026 der Beratung Rödl & Partner zeigt, wo es in den Verhandlungen hakt. Ausgewertet wurden die Investitionskriterien von über 450 in Deutschland aktiven Beteiligungsgesellschaften. 70 Prozent der Befragten nennen die Preisvorstellungen der Verkäufer als größte Herausforderung, 46 Prozent die geringe Zahl geeigneter Zielunternehmen.
Gleichzeitig planen 62 Prozent der befragten Häuser für 2026 nur ein bis zwei neue Investments. Die Käufer im Private Equity sind also wählerisch. Gerade bei einer Unternehmensnachfolge im Mittelstand lohnt es sich deshalb, die eigene Preiserwartung früh mit realistischen Marktdaten abzugleichen.
Neue Deal-Strukturen überbrücken die Bewertungslücke
Wenn Käufer und Verkäufer sich beim Preis nicht einig werden, verlagern sie das Problem in die Vertragsgestaltung. Das ist der eigentliche Kern der neuen Normalität: Der Headline-Preis bleibt oft attraktiv, aber ein Teil davon ist an Bedingungen geknüpft.
Earn-outs und Minderheitsbeteiligungen
Laut Rödl & Partner nutzen 43 Prozent der befragten Investoren bei mehr als der Hälfte ihrer Transaktionen Earn-out-Klauseln. Dabei fließt ein Teil des Kaufpreises erst, wenn das Unternehmen vereinbarte Ziele erreicht. Zugleich sank der Anteil der Mehrheitsbeteiligungen von 77 Prozent im Vorjahr auf 54 Prozent.
- Earn-out: Variabler Kaufpreisanteil, gekoppelt an Umsatz oder EBITDA der Folgejahre.
- Verkäuferdarlehen: Der Verkäufer stundet einen Teil des Kaufpreises und finanziert so den Deal mit.
- Rückbeteiligung: Der Alteigentümer bleibt mit einem Minderheitsanteil investiert und profitiert vom späteren Exit.
- Minderheitsbeteiligung: Der Investor steigt nur teilweise ein, der Unternehmer behält die Kontrolle.
Diese Strukturen im Private Equity können für beide Seiten sinnvoll sein. Sie verschieben aber Risiko auf den Verkäufer, der nach dem Closing nur noch begrenzt Einfluss auf die Zielerreichung hat.
Alternative Kapitalquellen gewinnen an Gewicht
Nicht jedes Unternehmen muss gleich Anteile abgeben. Wer Wachstum finanzieren will, ohne die Bewertungsfrage jetzt zu klären, prüft oft Fremdkapitalinstrumente. Dazu zählen etwa Mittelstandsanleihen als Finanzierungsweg oder bei jungen Wachstumsfirmen Venture Debt als Alternative zur Finanzierungsrunde. So lässt sich ein Verkauf auf einen Zeitpunkt mit besseren Kennzahlen verschieben.
Exits: Warum Fonds im Private Equity jetzt verkaufen müssen
Lange Haltedauern lassen sich nicht beliebig ausdehnen. Fonds haben eine begrenzte Laufzeit, und ihre Investoren erwarten Ausschüttungen, bevor sie neues Kapital zusagen. Deshalb wächst der Druck, Beteiligungen auch zu Preisen zu verkaufen, die unter den ursprünglichen Erwartungen liegen.
Bain verzeichnete 2025 bereits einen deutlichen Anstieg der Exits. Ein Teil davon entfiel auf sehr große Transaktionen, während viele mittelgroße Beteiligungen weiter auf einen Käufer warten. Für Private Equity bedeutet das: Der Markt räumt sich langsam, aber nicht für alle Portfolio-Unternehmen gleichzeitig.
Secondary-Lösungen als Ventil
Wo klassische Verkäufe an strategische Käufer oder an die Börse nicht zustande kommen, greifen viele Fonds auf Secondary-Transaktionen zurück. Dabei übernimmt ein anderer Investor oder ein neu aufgelegtes Vehikel des gleichen Managers die Beteiligung. Solche Lösungen verschaffen Zeit, werfen aber Fragen zur fairen Bewertung auf, weil Käufer und Verkäufer teilweise auf derselben Seite stehen.
Für Unternehmer, die bereits einen Finanzinvestor an Bord haben, ist das relevant. Ein Wechsel des Gesellschafters kann neue Ziele, neue Finanzierungsstrukturen und neue Rückbeteiligungsangebote für das Management mit sich bringen.
Was Investoren im Private Equity heute für Spitzenpreise verlangen
Weil Leverage und Multiple-Expansion als Renditetreiber schwächer geworden sind, muss die Wertsteigerung aus dem Unternehmen selbst kommen. Bain rechnet vor, dass Buyouts heute ein jährliches EBITDA-Wachstum von 10 bis 12 Prozent brauchen, um vergleichbare Renditen wie früher zu erzielen. In den 2010er-Jahren reichten rund 5 Prozent.
Diese Rechnung prägt jede Due Diligence. Investoren suchen nach Unternehmen, bei denen sie einen klaren operativen Plan erkennen: Preissetzungsmacht, Zukäufe im Rahmen einer Buy-and-Build-Strategie, Digitalisierung oder Internationalisierung.
Faktoren für einen Bewertungsaufschlag
- Hoher Anteil wiederkehrender Umsätze, etwa durch Wartungs- oder Abo-Modelle
- Stabile oder steigende EBITDA-Margen über mindestens drei Jahre
- Geringe Abhängigkeit von einzelnen Kunden, Lieferanten oder vom Inhaber
- Eine zweite Führungsebene, die das Geschäft ohne den Gründer weiterführen kann
- Saubere, prüfbare Finanzdaten und ein belastbarer Business-Plan
Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen, profitieren davon, dass Private Equity weiter über erhebliche Mittel verfügt und diese Mittel auf vergleichsweise wenige Top-Ziele treffen. Bei allen anderen drücken Investoren den Preis oder steigen erst gar nicht in den Prozess ein.
So bereitest du dein Unternehmen auf Private Equity vor
Eine gute Vorbereitung entscheidet oft mehr über den Preis als die aktuelle Marktlage. Wer Private Equity als Käufer oder Partner gewinnen will, sollte den Prozess wie ein eigenes Projekt führen. Die folgenden Schritte haben sich in der Praxis bewährt:
- Realistischen Wert ermitteln: Lass eine unabhängige Bewertung erstellen und vergleiche sie mit aktuellen Multiples deiner Branche und Größenklasse.
- EBITDA bereinigen: Trenne einmalige Effekte, Gehälter der Gesellschafter und private Kosten sauber vom operativen Ergebnis.
- Vendor Due Diligence beauftragen: Eine eigene Prüfung vor dem Verkaufsprozess deckt Schwachstellen auf, bevor der Käufer sie als Argument für Abschläge nutzt.
- Equity Story schärfen: Formuliere einen klaren Plan, wie das EBITDA in den nächsten fünf Jahren wachsen kann.
- Management absichern: Baue eine zweite Führungsebene auf und binde Schlüsselpersonen über Beteiligungsmodelle.
- Struktur-Optionen vorab klären: Lege fest, welche Earn-out-Anteile, Rückbeteiligungen oder Verkäuferdarlehen für dich akzeptabel sind.
- Zeitpunkt flexibel halten: Plane mit einem Vorlauf von 12 bis 24 Monaten, damit du nicht unter Zeitdruck verkaufen musst.
Ziehe für Bewertung, Steuern und Vertragsgestaltung erfahrene Berater hinzu. Ein Fehler in der Kaufpreisklausel kann am Ende mehr kosten als ein halber Multiple-Punkt.
Typische Fehler im Verkaufsprozess mit Private Equity
- Preiserwartungen am Höchststand von 2021 oder an Börsenmultiples ausrichten
- Den Prozess ohne Alternativen führen und nur mit einem Bieter verhandeln
- Earn-out-Klauseln ohne klare Berechnungsgrundlage akzeptieren
- Die Belegschaft und die zweite Führungsebene zu spät einbinden
Jeder dieser Punkte schwächt deine Verhandlungsposition. Investoren aus dem Private Equity sind professionelle Käufer, die Schwächen im Prozess konsequent in den Preis einrechnen.
Fazit: Private Equity zahlt wieder, aber nur für Qualität
Der Markt für Private Equity hat nach dem Rekordjahr 2025 kein neues Bewertungshoch erreicht, aber eine stabile Basis gefunden. Höhere Finanzierungskosten, lange Haltedauern und schwächeres Fundraising sorgen dafür, dass Investoren disziplinierter kaufen. Die Multiples bleiben solide, die Streuung zwischen guten und durchschnittlichen Unternehmen wird dagegen größer. Private Equity bewertet heute vor allem die Frage, wie viel Wachstum ein Unternehmen aus eigener Kraft liefern kann.
Für dich heißt das: Spitzenpreise gibt es weiterhin, aber nur für nachweisbare Qualität und einen glaubwürdigen Wachstumsplan. Wer früh vorbereitet ist, die eigene Preiserwartung an Marktdaten ausrichtet und flexible Strukturen akzeptiert, verhandelt aus einer Position der Stärke. Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Häufige Fragen zu Private Equity
Was ist Private Equity?
Private Equity bezeichnet außerbörsliches Beteiligungskapital. Fonds sammeln Geld von institutionellen Investoren wie Pensionskassen oder Versicherern ein und beteiligen sich damit an nicht börsennotierten Unternehmen. Ziel ist es, den Unternehmenswert über mehrere Jahre zu steigern und die Beteiligung anschließend mit Gewinn zu verkaufen, etwa an einen strategischen Käufer, einen anderen Fonds oder über einen Börsengang.
Wie hoch sind die Bewertungen bei Deals im Private Equity aktuell?
Laut Valuation Research Corporation lagen Buyout-Multiples im zweiten Quartal 2026 bei rund dem 11,9-fachen EBITDA, vor allem bei größeren Transaktionen. Mittelständische Unternehmen werden deutlich niedriger bewertet. Die Deutsche Unternehmerbörse nennt je nach Branche Spannen zwischen etwa dem 2,5- und dem 10,6-fachen EBITDA. Größe, Wachstum und wiederkehrende Umsätze machen den Unterschied.
Warum sind die Bewertungen nicht weiter gestiegen?
Die Finanzierungskosten sind hoch, die EZB hat ihre Leitzinsen 2026 zweimal angehoben. Zugleich halten Fonds rund 32.000 unverkaufte Beteiligungen, die Haltedauer liegt bei etwa sieben Jahren. Fundraising wird schwieriger, und Investoren brauchen mehr operatives Wachstum, um ihre Renditeziele zu erreichen. Deshalb zahlen sie hohe Preise nur noch für überdurchschnittliche Unternehmen.
Wann lohnt sich ein Earn-out beim Unternehmensverkauf?
Ein Earn-out lohnt sich, wenn du vom künftigen Wachstum deines Unternehmens überzeugt bist und der Käufer dieses Potenzial nicht voll bezahlen will. Ein Teil des Kaufpreises fließt dann erst, wenn vereinbarte Ziele erreicht sind. Achte auf klar messbare Kennzahlen, eine kurze Laufzeit und Schutzklauseln, weil du nach dem Verkauf weniger Einfluss hast.
Wie lange dauert ein Verkauf an einen Investor aus dem Private Equity?
Der eigentliche Verkaufsprozess dauert meist sechs bis neun Monate, von der Ansprache der Investoren über die Due Diligence bis zum Closing. Hinzu kommt die Vorbereitung, für die du 12 bis 24 Monate einplanen solltest. In dieser Zeit bereinigst du Finanzdaten, stärkst das Management und entwickelst eine überzeugende Equity Story für die Käufer.